Wachtberger Kulturpreis


Der Förderverein Kunst und Kultur in Wachtberg e.V. stiftet zur Anerkennung herausragender Verdienste um das Wachtberger Kulturlebern einen Preis. Dieser Preis wird unter der Bezeichnung „Wachtberger Kulturpreis unter Angabe der jeweiligen Jahreszahl ein-, bzw. zweijährlich vergeben.

 

 

Dadurch werden Leistungen von Menschen gewürdigt, die sich in besonderer Weise an Kinder und Jugendliche wenden und sich für geschichtliche, kulturelle oder soziale Belange herausragend einsetzen. Geehrt werden können Persönlichkeiten wie Künstler und Interpreten, auch Ensembles und Gruppen zu Wachtberger Ereignissen oder Themen. Der Preis hat ideellen Wert. Er ist aber auch mit einer finanziellen Zuwendung verbunden, die für die Kulturarbeit zu verwenden ist, was mit den Preisträgern abgestimmt wird. Die Ehrung findet in einer festlichen, öffentlichen Veranstaltung statt, zu der KuKiWa einlädt. Den Preisträgern wird eine Medaille mit dem Kopfporträt des im 18. Jahrhundert wirkenden, aus Holzem stammenden, berühmten Sängers Anton Raaff und eine Urkunde überreicht.

 

 

Anton Raaff, Gemälde von
Clemens August Josef Philippart
(1751–1825)



Stolz präsentieren die Karnevalisten ihre Urkunden: (von links) Mia Rossa, Laura Osterbrink, Sophia Plotnykova (alle Rot-Gold Niederbachem), Jan Kiupel, Alexandra Steiner, Lisa Düren (alle Grün-Gold Gimmersdorf), Jaron Offergeld, Nele Bell, Kitana Kläser (alle Grün-Gelb Fritzdorf), Kinderprinz Marvin Schulze (Rot-Weiß Villip), Martin Wagner und Jürgen Kastenholz (beide KG "Hetzbröde" Adendorf).

Kulturpreis für die Kinder und Jugendformationen der Wachtberger Karnevalsgesellschaften


Von der ausgelassenen Stimmung angesteckt, tanzte KuKiWa-Vorstand Alfred Schneider auf der Bühne mit.
Von der ausgelassenen Stimmung angesteckt, tanzte KuKiWa-Vorstand Alfred Schneider auf der Bühne mit.

Von Null auf Fullspeed: Der Festakt des Wachtberger Kulturfördervereins (KuKiWa) zur Verleihung des Wachtberger Kulturpreises 2024 an die Kinder- und Jugendformationen der Wachtberger Karnevalsvereine geriet mit dem Einmarsch der Kids und Jugendlichen von Beginn an zur best-denkbaren Bestätigung dieser Ehrung für die Kulturgüter Tanz und Karneval. Und er endete mit dem furiosen Finale, zu dem sich sämtliche Gruppen auf der Bühne versammelten und den KuKiWa-Chef Alfred Schneider aufforderten, das Lied „Oben – unten …“ mitzusingen und mitzutanzen, was ihm – zunehmend atemloser – unter Beifall gelang. Dazwischen lag ein sich über zwei Stunden fast im Zeitraffer hinziehender Mix von klassischen rheinischen Karnevalsliedern und stärker rhythmisch akzentuierten aktuellen Titeln, die in den kommenden Monaten die Säle und Straßenfeste füllen werden.

 

 Mit der Begrüßung der vielen jungen Akteure, ihrer Trainer, des Staffs, der Eltern, der Vereinsvertreter und zahlreicher Ehrengäste, unter ihnen Barbara Genscher, ging ein kaum enden wollender Applaus einher, mit dem sich die in klassischen Uniformen wie in buntem Tanzoutfit gekleideten Tänzerinnen - und eine Handvoll junger Tänzer - zwischen 3 und 16 Jahren gegenseitig feierten. Mit von der Party waren die KG Rot-Gold Niederbachem, die Kindertanzgruppe Dragon Dancers, die KG Grün-Gold-Gimmersdorf, die KG Grün-Gelb-Fritzdorf, die KG Gemütlichkeit Rot-Weiß-Villip und die KG Hetzbröde Adendorf 1978, deren Vertreter an diesem Abend bekannt gaben, dass es aktuell gelungen sei, die traditionell starke Förderung der jugendlichen Tanzgruppen mit zwei neugegründeten Formationen nach einer schöpferischen Pause fortzusetzen.

 

 Der erste formelle Höhepunkt des Abends, der im Grunde nur aus Höhepunkten bestand, war die Überreichung der Urkunden – verbunden mit einer Anerkennung von 250 Euro für jeden Verein – an die Preisträger durch Alfred Schneider und die Vorstandsmitglieder Christa von Düsterlho und Nicole Wagner. Schneider führte dazu aus: „Gewürdigt wird damit die seit Generationen erfolgende und alle Generationen ansprechende vielgestaltige Pflege des rheinischen Karnevalsbrauchtums in den Wachtberger Dörfern. Den Stellenwert dieses Engagements unterstreicht die am 16. März 2015 erfolgte Aufnahme dieser Tradition in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes nach den Kriterien der UNESCO. Die hiermit aktuell Ausgezeichneten – und ihre Vorgängerinnen und Vorgänger – machen sich in besonderer Weise um eine ganz spezielle kulturelle Begegnung von Menschen verdient. Und das, indem sie die Freude am gemeinsamen Handeln, am Lachen, am Tanzen und Singen, an Verkleidung und Umzügen und an Auftritten vor den unterschiedlichsten Gruppen der Gesellschaft in herzerfrischender Weise unter die Menschen bringen. Dass die positiven Seiten des rheinischen Karnevals diese jungen Menschen im Gegenzug charakterlich, sozial und künstlerisch fördern, ist ein Geschenk, das sie sich selber verdienen und das in unsere Gesellschaft hinein wirkt. Ihnen danke zu sagen, auch den Eltern, Betreuern und all’ den anderen, die unsere Kinder und Jugendlichen auf diesem Weg begleiten und unterstützen – ist Ziel und Sinn dieser Auszeichnung mit dem Wachtberger Kulturpreis.“

 

Und Schneider fuhr fort: „Und jetzt das Ganze nochmal in unkompliziert: Ihr gehört zu denjenigen, die Ihren Spaß nicht für sich behalten, sondern Ihr gebt Euren Spaß an uns alle weiter!!! Ihr verbreitet Eure gute Laune und Ihr geht auf die Straßen, auch wenn es regnet, es usselig ist und in der Welt Dinge passieren, die gar nicht so zum Tanzen und nicht so lustig sind.“ Und weiter: „Euch wollen wir heute eine Freude machen, Euch danken und Euch motivieren, dabei zu bleiben und uns weiter zu beschenken!“

 

Dieser Würdigung folgte die gemeinsame Laudatio von Zweien, die jeweils eine Session lang als Bonna (2020) und Bonner Prinz die Freude hatten, zahllose begeisterte junge Tänzerinnen und Tänzer bei kaum noch zu zählenden Auftritten zu erleben: Katharina Breidenbend und Conni Diehl. Katharina Breidenbend, seit ihrer Kindheit im aktiven Karneval unterwegs, hat selbst jahrelang in einer Garde getanzt und „diese Leidenschaft an meine Kinder weitergeben.“

 

Noch frischer war der karnevalistische Lorbeer, den der in Wachtberg geborene und bestens bekannte Cornelius Diehl, der in der letzten Session Prinz Karneval der Bundesstadt Bonn war und als Präsident der Großen Karnevalsgesellschaft Bergfunken e.V. vorsteht. Auf die Zeit als Tänzer zurückblickend, rückte er die voller Dankbarkeit an die Betreuer, Trainer und alle Vereinsmitglieder in den Vordergrund, die oft über viele Jahre mit und für die Kids und Jugendlichen arbeiteten und eine wichtige Rolle in dieser großen Karnevalsfamilie spielen. Nicht unerwähnt ließ er, dass „sich unsere Gesellschaft sich verändert hat, Frauen arbeiten gleichwertig mit, die familiären Abläufe und Belastungen haben sich verändert“. Das verlange viel von allen Engagierten und verdient zu Recht, immer wieder wertgeschätzt zu werden. Und den Kindern, „die durch sie Gemeinschaft, Zusammenhalt, Optimismus und menschliche Wärme erleben“, gebühre nicht nur Dank, sondern volle Aufmerksamkeit. Sein Appell ans Publikum: „Bleiben Sie bitte im Saal, wenn die Tanzgruppen auftreten, vor allem die der Kinder, und nutzen Sie dies nicht als Pause!“

 

 Zum Abschluss sammelten sich viele der Gäste im Foyer der Aula der Hans-Dietrich-Genscher-Schule in Berkum, wo sie von KuKiWa-Mitgliedern mit Gebäck und Getränken versorgt wurden, sowie mit Informationen über den Kulturförderverein, der auch in diesem Jahr wieder seinen beliebten Wachtberg-Kalender in der Vorweihnachtszeit  präsentiert, aus dessen Erlös Kultur- und Kunstprojekte mitfinanziert werden.

 


Festakt 2019

Die Verleihung des Wachtberger Kulturpreises von KuKiWa an alle Wachtberger Büchereien


Die Bühne der Aula füllte sich am 27. November schnell, als fast alle 90 Mitarbeiter*innen der neun Büchereien von Wachtberg mit strahlenden Gesichtern die Treppen hinaufstiegen zur feierlichen Preisverleihung. 


„Gib mir ein Buch und ich gehe auf die Reise“ – passender konnte der Festakt nicht eröffnet werden als mit diesem Lied des Kinderchors der Grundschule Berkum, unter der Leitung von Jutta Rau. Denn im Mittelpunkt dieses Abends standen Bücher und ehrenamtliche Helfer*innen in Büchereien.


Festakt 2017

Leidenschaftliche Musik, ernste Gedanken und glückliche Gesichter


Die Freude an der rundum gelungenen Feier zur Verleihung des Wachtberger Kulturpreises stand den rund 350 Teilnehmern ins Gesicht geschrieben, als sie nach fast zwei Stunden aus der Aula des Berkumer Schulzentrums ins Foyer strömten, wo sie die bunte Palette inspirierender Getränke, perfekt vom Orga-Team um Heiner Pilger vorbereitet, sichtlich gut gelaunt in zahllosen Gesprächen zur „kulturellen Szenebildung“ nutzten. Mit Maria und Dr. Hans-Dieter Böhm sowie Angela und Hans Thelen als Preisträger inmitten quirliger Gruppen von Freunden und Mitstreitern in lebhaften Diskussionen und Umarmungen. Und mit der Erinnerung an Professor Dr. Dr. Harald Uhl und sein vielfältiges Lebenswerk, dessen Witwe Brigitte Uhl die Ehrung posthum für ihren in diesem Jahr verstorbenen Gatten entgegen genommen hatte.


Festakt 2015

Kulturpreis für Gundula Schroeder und Norbert Happ


Wachtberg, den 20. November 2015
Zu einem unterhaltsamen Potpourri schmissiger, aber auch kontemplativer sowie volkstümlicher Musik, eindrucksvoller Theaterszenen und nachdenklicher wie auch launiger Reden geriet die Verleihung des Wachtberger Kulturpreises 2015  (Donnerstag, den 19. November) in der Berkumer Aula durch den Förderverein für Kunst und Kultur in Wachtberg (KuKiWa). Den Preis in Gestalt einer Silbermünze mit dem Porträt des aus dem Ort Holzem stammenden größten Künstlers der Gemeinde, des einst weltberühmten Barock-Tenors Anton Raaff, erhielten in Anwesenheit von Bürgermeisterin Renate Offergeld die “Chefin” des Kellertheaters Chateau Pech, Gundula Schroeder, und der jahrzehntelang von „seiner“ Försterei Schönwaldhaus aus agierende Forstmann Norbert Happ, der heute in Pech wohnt. Kein Wunder also, dass der frisch ernannte Wachtberger Ehrenbürger Hans-Dietrich Genscher seinen “Nachbarn” über dem KuKiWa-Vorsitzenden Alfred Schneider seine Glückwünsche mitteilen ließ, da er selbst leider an dem Festakt nicht teilnehmen konnte.


Festakt 2013

Kulturpreisverleihung an Hans-Jürgen Döring und an die Jugendabteilung des Partnerschaftsvereins


Die Anspannung im Vorstand von „Kunst und Kultur in Wachtberg e.V.“ (KuKiWa) war zunächst groß, nachdem Herr Dr. Hans-Dietrich Genscher aus Gesundheitsgründen sehr kurzfristig seine Laudatio zur Preisverleihung abgesagt hatte. Doch nach vielen Recherchen und Überlegungen zu möglichen Ersatzlaudatoren wurde einhellig beschlossen, die Laudationes auf die Preisträger durch den Vorsitzenden Alfred Schneider und die Stellvertreter, Gabriela Freifrau von Loë und Robert Hein aus den eigenen Reihen zu übernehmen. Diese Entscheidung hatte sich als ideale Lösung erwiesen.


Festakt 2012

Kulturpreisverleihung an Nico Heinrich, Dr. Petra Karrenbauer und Gitta Briegleb


Geehrt wurden Gitta Briegleb (2. von rechts) und die Studiobühne.

Gitta Briegleb ist Malerin und Grafikerin aus Niederbachem, Mitbegründerin des Wachtberger Kunstkreises, wo sie ihre Erfahrungen beim gemeinsamen Arbeiten zur Verfügung stellt.

Ihr künstlerisches Engagement und ihre Experimentierfreudigkeit machten sie über Wachtberg hinaus bekannt.

Die Studiobühne, sie gibt es seit dreißig Jahren und wird von Dr. Petra Karrenbauer (4. von links) und Nico Heinrich (2. von links) repräsentiert. Engagierte Akteure möchten Kindern und jungen Menschen kulturelles Erleben näher bringen. Jährliche Aufführungen eines Märchens können Kinder in der Weihnachtszeit auf der Bühne erleben.

Die launige Laudatio für beide Preisträger hielt der populäre Kabarettist, Autor und Musiker Konrad Beikircher.

Festakt 2011

Kulturpreisverleihung an Dr. Josef Schneider und Hans Werner Meurer


Ausgezeichnet wurden Dr. Josef Schneider (im Bild links) und Hans Werner Meurer.

Dr. Josef Schneider gründete vor mehr als 50 Jahren das Mundart-Theater „Laienspielkreis“ in Oberbachem gründete. Er war selbst Akteur und Spielleiter; heute ist er Förderer und Ehrenvorsitzender. Die Laudatio hielt Dr. Eckhard Bolenz, der Chef des Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte des Landesverbandes Rheinland.

Hans Werner Meurer hat das Wachtberger Jugendorchester gegründet und leitet es seit drei Jahrzehnten. Auch das Wachtberger Kammerorchester leitet er, ebenso Kinderchöre. Sein Einsatz für die musikalische Jugendarbeit in Wachtberg war unermüdlich.

Die Laudatio hielt Thomas Neuhoff, Kirchenmusikdirektor, Leiter des Philharmonischen Chors Bonn.

Festakt2010

Kulturpreisverleihung an Rainer Engberding und Kurt Zimmermann


Die erstmalige Verleihung des „Wachtberer Kulturpreises“ ging an Rainer Engberding (im Bild links) und Kurt Zimmermann.

Rainer Engberding aus Adendorf hatte aus einem Männerchor einen gemischten Chor entwickelt. Als Vorsitzender des Gesangsvereins Adendorf hat er das Musical „Die Kannebecker“ über die Geschichte der Töpfer in Adendorf erdacht, getextet und schließlich mit dem Chor auf die Bühne gebracht (Vertonung Alfons Gehlen).

Kurt Zimmermann aus Niederbachem, langjähriger Pädagoge, zuletzt Schulleiter in Niederbachem, ehrenamtlicher Leiter der Wachtberger Büchereien, Einführung von Käpt’n Book für die Wachtberger Kinder in Schulen und Kitas, Organisation von Autorenlesungen, Vorlesewettbewerbe und vieles mehr.

Die Laudatio hielt Michael Schmidt-Ospach, Kulturjournalist aus Arzdorf.